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Internet mit Modem

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz

@GrandDixence

 

Deine Messungen zeigen erst mal, dass Du das Problem mit der UDP Beschränkung und dem UBEE-Modem nicht hast. Gratuliere. Wie ich im ersten Post dieses Thread geschrieben habe, glaube ich ja, dass ich es mit dem UBEE auch nicht hatte, darum fiel es mir damit nicht auf. Ich habe es erst seit der ConnectBox. Deine Messungen bestätigen daher überhaupt nichts.

 

Zu meiner Messung hinter NAT: Nein, ich verwende das Modem im Bridge-Modus, wie ich geschrieben habe. Ich habe auch kein DS-Lite, weil ich explizit eine globally routable IPv4 bestellt und erhalten habe. Diese brauche ich zwingend, weil ich u.A. eine VOIP-Telefonanlage betreibe, welche hinter CGN nicht betreibbare wäre. Natürlich verwende ich einen eigenen Router, der ebenfalls nattet.

 

Zu meinem Router: Ist ein Ubiquiti ER-Lite der durchaus im Stande ist, Gigabit durch NATs und Firewall zu routen - hier hast Du ein Test, was der Router (in UDP Routing) inklusive Firewall ungefähr kann. Die Zusammenfassung: Er kann problemlos Gigabit UDP Routen, sofern die Frames >=64bytes sind. Ich bekomm hinter dem Router mit iperf3 und anderen Speedtests via TCP ja auch die vollen 500Mbit hin. Warum sollte der Router bei TCP kein Problem haben, bei UDP hingegen Amok laufen? Diese Erklärung bleibst Du schuldig... Ich hab auch schon die CPU-Auslastung des Routers bei den UDP iperf3 Tests angeschaut - liegt irgendwo zwischen 0 und 3%.

 

Zu meiner TCP-Messung: Ist mir auch klar, dass die zu kurz war, um den vollen Speed zu testen. Ist auch völlig irrelevent. Ich wollte damit nur zeigen, dass mit TCP weit über 100Mbit durchgehen, während bei UDP bei 15Mbit offensichtlich ein Limit erreicht wird. Dies war lediglich der "Beweis", dass das 15Mbit/s ceiling nicht an der Leitung zwischen dem Host und mir liegt. Danke für den Tipp, dass man mit -t die Laufzeig angeben kann, aber a) wusste ich das auch und b) kann ich iperf3 --help auch selbst lesen.

 

Zusammengefasst: Du hast in 4 Beiträgen hier geschrieben, dass wir alles Idioten seien, nicht messen könnten und sowieso unser Setup nicht verstünden. Effektiv gestimmt hat davon nichts. Vielleicht fragst Du nächstes mal bei Unklarheiten erst nach, ehe Du annimmst, dass die Fragesteller hier eh nichts verstünden. Ich habe mittlerweile seit 12 Jahren mit Routing zu tun, auch auf Provider-Ebene, und prüfe daher zuerst ziemlich genau, ob ich mein Problem selbst lösen kann, ehe ich zum Anbieter gehe und sage "Ihr habt da ein Problem".

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz


@final schrieb:

Ich sollte noch erwähnen, dass ich die ConnectBox im "Modem-Modus" betreibe (früher hiess das Bridge-Modus). Ich weiss nicht, ob das Problem im Router-Modus auch besteht.


Im Modem-Modus dürfte es für die ConnectBox überhaupt keine Rolle spielen, ob in den IP-Paketen TCP oder UDP transportiert wird. Das Problem dürfte also entweder an etwas anderem als TCP vs. UDP, oder nicht bei der ConnectBox liegen.

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz


@final schrieb:

@GrandDixence

 

Zu meinem Router: Ist ein Ubiquiti ER-Lite der durchaus im Stande ist, Gigabit durch NATs und Firewall zu routen - hier hast Du ein Test, was der Router (in UDP Routing) inklusive Firewall ungefähr kann. Die Zusammenfassung: Er kann problemlos Gigabit UDP Routen, sofern die Frames >=64bytes sind.

Wie sehen die IPerf-Messresultate ohne den Ubiquiti ER-Lite-Router aus (kein NAT)?

 

=> Solange der Router in den IPerf-Messungen einbezogen wird, muss er als eine mögliche Fehlerquelle betrachtet werden.

 

Wurden bereits IPerf-Messungen mit unterschiedlicher Hardware+Software durchgeführt (z.B. Windows-Rechner, Mac-Rechner, Linux etc.)?

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz


@boesershimpy schrieb:
Im Modem-Modus dürfte es für die ConnectBox überhaupt keine Rolle spielen, ob in den IP-Paketen TCP oder UDP transportiert wird. Das Problem dürfte also entweder an etwas anderem als TCP vs. UDP, oder nicht bei der ConnectBox liegen.

 Ich gebe Dir recht, dass es keine Rolle spielen sollte. Faktisch hatte ich davor das UBEE-Modem im Bridge-Modus und hatte das Problem nicht (zumindest wäre es mir glaube ich aufgefallen, weil ich doch ab und zu UDP connections habe - bei der ConnectBox habe ich es ja innert Tagen gemerkt). Jetzt habe ich einzig das UBEE durch die ConnectBox ersetzt, und auf einmal maxen meine UDP Connection bei 15Mbit/s. Insbesondere ist auch verwirrend, dass ich bei einer 100Mbit/s inbound UDP Connection keinen Ping mehr nach aussen machen kann (d.h. meine Leitung ist de facto ge-DOS-ed), obwohl es nur 20% der Kapazität entspricht. Nachdem mein Router keine CPU-Auslastung zeigt, gehe ich davon aus, dass die ConnectBox nicht nachkommt mit prozessieren.

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz


@final schrieb:

@GrandDixence

 

Zu meinem Router: Ist ein Ubiquiti ER-Lite der durchaus im Stande ist, Gigabit durch NATs und Firewall zu routen - 

Wurde dieser Hinweis:

 

The EdgeRouter Lite (tested with firmware v1.5.0 and v1.6.0) offers IPv4 and IPv6 offloading, and in fact reaches Gigabit line rate (118 MB/s measured TCP performance). An unwelcome surprise is that hardware acceleration only works when not using bridging at all, so if you want to connect two devices to your router in the same subnet, like a computer and a switch, you cannot do that. Effectively, the EdgeRouter needs to sit between the internet connection and a switch.

 

beim Einsatz des Ubiquiti ER-Lite beachtet?

 

Quelle:   http://michael.stapelberg.de/Artikel/fiber7_ubnt_erlite/

 

 

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz

 

Mein iperf3 client (192.168.x.x) sitzt hinter einem doppelten NAT.

 

Connect Box (router-modus / 1.NAT)  --->  Asus Router ( 2. NAT ) --->  iperf3 client PC (win 7 sp1)

 

Das sind meine "alten" Werte von gestern ..

 

E:\iperf-3.0.11-win64\iperf3.exe -c ping.online.net -u -R -b 50M
Connecting to host ping.online.net, port 5201
Reverse mode, remote host ping.online.net is sending
[ 4] local 192.168.x.x port 51612 connected to 62.210.18.40 port 5201
[ ID] Interval Transfer Bandwidth Jitter Lost/Total Datagrams
[ 4] 0.00-1.01 sec 648 KBytes 5.24 Mbits/sec 12.290 ms 716/797 (90%)
[ 4] 1.01-2.02 sec 248 KBytes 2.03 Mbits/sec 4.911 ms 782/813 (96%)
[ 4] 2.02-3.01 sec 240 KBytes 1.97 Mbits/sec 8.714 ms 734/764 (96%)
[ 4] 3.01-4.01 sec 216 KBytes 1.77 Mbits/sec 9.145 ms 731/758 (96%)
[ 4] 4.01-5.01 sec 232 KBytes 1.90 Mbits/sec 11.894 ms 734/763 (96%)
[ 4] 5.01-6.01 sec 248 KBytes 2.03 Mbits/sec 10.856 ms 732/763 (96%)
[ 4] 6.01-7.01 sec 224 KBytes 1.84 Mbits/sec 20.919 ms 687/715 (96%)
[ 4] 7.01-8.01 sec 240 KBytes 1.97 Mbits/sec 14.577 ms 746/776 (96%)
[ 4] 8.01-9.01 sec 240 KBytes 1.97 Mbits/sec 17.146 ms 721/751 (96%)
[ 4] 9.01-10.00 sec 240 KBytes 1.97 Mbits/sec 15.935 ms 733/763 (96%)
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ ID] Interval Transfer Bandwidth Jitter Lost/Total Datagrams
[ 4] 0.00-10.00 sec 60.8 MBytes 51.0 Mbits/sec 16.205 ms 7390/7739 (95%)
[ 4] Sent 7739 datagrams

iperf Done.

 

Egal wann und was ich gemessen habe, die Werte blieben unverändert.

 

Nun habe ich die IP Flood detection .. etc. in der Connect Box IPV4 firewall ausgeschaltet .. Nur die Firewall selbst ist an.

 

screenshot.1448114063.jpg

 

Hier sind die Werte danach .. 

 

E:\iperf-3.0.11-win64>iperf3.exe -c ping.online.net -u -R -b 50M
Connecting to host ping.online.net, port 5201
Reverse mode, remote host ping.online.net is sending
[ 4] local 192.168.x.x port 61837 connected to 62.210.18.40 port 5201
[ ID] Interval Transfer Bandwidth Jitter Lost/Total Datagrams
[ 4] 0.00-1.00 sec 3.10 MBytes 25.9 Mbits/sec 4.027 ms 449/846 (53%)
[ 4] 1.00-2.01 sec 2.92 MBytes 24.5 Mbits/sec 1.227 ms 344/718 (48%)
[ 4] 2.01-3.01 sec 3.12 MBytes 26.3 Mbits/sec 4.091 ms 405/805 (50%)
[ 4] 3.01-4.00 sec 2.98 MBytes 25.0 Mbits/sec 1.133 ms 340/721 (47%)
[ 4] 4.00-5.00 sec 3.09 MBytes 26.0 Mbits/sec 3.009 ms 409/805 (51%)
[ 4] 5.00-6.00 sec 2.88 MBytes 24.2 Mbits/sec 1.822 ms 353/721 (49%)
[ 4] 6.00-7.02 sec 3.05 MBytes 25.2 Mbits/sec 0.900 ms 437/827 (53%)
[ 4] 7.02-8.00 sec 2.56 MBytes 21.8 Mbits/sec 1.681 ms 376/704 (53%)
[ 4] 8.00-9.01 sec 2.96 MBytes 24.5 Mbits/sec 1.936 ms 430/809 (53%)
[ 4] 9.01-10.01 sec 3.05 MBytes 25.7 Mbits/sec 0.770 ms 375/766 (49%)
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ ID] Interval Transfer Bandwidth Jitter Lost/Total Datagrams
[ 4] 0.00-10.01 sec 60.8 MBytes 50.9 Mbits/sec 2.644 ms 3918/7743 (51%)
[ 4] Sent 7743 datagrams

iperf Done.

 

 

Ein wenig über 15 Mbits .. bzw. ca. 25 Mbit .. aber höher wird es auch nicht.

TCP werte sind unverändert.

 

Also die Firewall Einstellungen auf der Connect Box haben definitiv einen Einfluss auf den UDP (NAT) traffic.

 

Man müsste es wirklich testen, wie @GrandDixence es getestet hat ..

 

"Gemessen mit einem Internet 100-Kabelmodemanschluss (100 MBit/s Down, 10 MBit/s Up). Laptop per Gigabit-Ethernet-Kabel direkt verbunden an Ubee EVM32xx-Kabelmodem im Bridge-Modus."

 

Also direkt an der Connect Box im "richtigen" Bridge Modus mit offizieller IPv4.

 

... test .. test .. test

 

Gruss

msi

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz


msi schrieb:

Ein wenig über 15 Mbits .. bzw. ca. 25 Mbit .. aber höher wird es auch nicht.

TCP werte sind unverändert.

 

Also die Firewall Einstellungen auf der Connect Box haben definitiv einen Einfluss auf den UDP (NAT) traffic.

 

Man müsste es wirklich testen, wie @GrandDixence es getestet hat ..

 

"Gemessen mit einem Internet 100-Kabelmodemanschluss (100 MBit/s Down, 10 MBit/s Up). Laptop per Gigabit-Ethernet-Kabel direkt verbunden an Ubee EVM32xx-Kabelmodem im Bridge-Modus."

 

Also direkt an der Connect Box im "richtigen" Bridge Modus mit offizieller IPv4.

 

... test .. test .. test

 

Gruss

msi


Die von UPC Cablecom eingesetzten Kabelmodeme sind billige "Made-in-China"-Produkte mit zahlreichen Softwarefehlern drin. Deshalb sollte man als Cablecom-Kunde möglichst wenig dieser im Kabelmodem verbauter Hardware und Software nutzen. Das erreicht man, wenn man altbewährte Kabelmodeme wie das Ubee EVM32xx als reines IPv4-Kabelmodem im Bridge-Modus nutzt und auf Kabelmodem-Funktionen wie WLAN, Firewall, NAT-Routermodus etc. bewusst verzichtet.

 

Das Ubee EVM32xx unterstützt EuroDOCSIS 3.0 nur im Bridge-Modus bis 400 MBit/s (8 Kanäle gebündelt) im Downstream und 108 MBit/s (4 Kanäle gebündelt) im Upstream.

 

Wer ein nigelnagel neues Kabelmodem wie die Connect Box einsetzt, muss sich nicht über mangelnde Performance wegen zahlreicher Kabelmodem-Hardware- und Softwarefehlern wundern...

 

Dasselbe gilt leider auch für Firewall/NAT-Routern im Heimbereich. Ich musste selber feststellen, dass meine Firewall wegen einem Softwarefehler nicht die im Datenblatt präsentierte TCP-Datenübertragungsrate erreichen konnte, erst die Intervention beim Firewall-Hersteller und eine neue Firmware mit der Korrektur des Softwarefehlers brachte eine höhere TCP-Datenübertragungsrate.

 

Im Werbeprospekt zu meiner Firewall wird vollmundig die "Hardware-NAT"-Unterstützung angepriesen, jedoch musste ich die Funktion "Hardware-NAT" wegen Hardware-/Softwarefehler(n) schon kurz nach dem Kauf ausschalten, da es zu massiven Netzwerkstörungen kam. 

 

Meine Firewall (LANCOM 1781EF+ im NAT-Modus ohne Hardware-NAT) und das Kabelmodem Ubee EVM32xx (reines IPv4 im Bridge-Modus) unterstützen gemäss den heute durchgeführten IPerf3-Messungen mit dem IPerf3-Server debit.k-net.fr 100 MBit/s im Downstream und 10 MBit/s im Upstream sowohl mit TCP wie auch mit UDP einwandfrei. Wegen der fehlenden einwandfreien Hardware-NAT-Unterstützung versuche ich gar keine schnellere Internetangebote aus (z.B. 250 MBit/s). Ohne einwandfreier Hardware-NAT-Unterstützung in der Heimnetzwerk-Firewall ist aus meiner Sicht die Nutzung eines Internetangebot > 150 MBit/s nicht sinnvoll. 

 

Die Nutzung des IPerf-Server ping.online.net kann ich nicht empfehlen. Der IPerf-Server ping.online.net scheint ein Netzwerkproblem zu haben.

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz

 

@GrandDixence

 

Danke für deine Infos !

 

"Wir" haben aber nun mal die Connect Box und würden gerne die "Schwächen" finden bzw. kennen.

Vielleicht wird ja dann mal die Software/Firmware verbessert.

 

Ich persönlich werde sicher nicht "zurück" zum Ubee Modem wechseln.

Auch wenn ich eine Zeit lang Beta-Tester spielen darf.

 

In diesem Sinne ...

 

Grüsse

 

 

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz

Hallo Zusammen

 

Gibt es diesbezüglich News?

 

Habe genau den gleichen Effekt. Soweit ich dies nun getestet habe, scheint es im Routermodus nicht vorhanden zu sein. Hier erhalte ich den vollen Durchsatz, sofern ich dem VPN Kanal den MTU 1432 setze. Im Modemmodus, hilft der MTU Wert nicht. Hier hab ich eine instabile IPSEC Verbindung mit max. 15 - 25 Mbit.

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Betreff: ConnectBox - Maximal 15Mbit/s UDP Durchsatz


@ANMU schrieb:

Soweit ich dies nun getestet habe, scheint es im Routermodus nicht vorhanden zu sein. Hier erhalte ich den vollen Durchsatz, sofern ich dem VPN Kanal den MTU 1432 setze. Im Modemmodus, hilft der MTU Wert nicht. Hier hab ich eine instabile IPSEC Verbindung mit max. 15 - 25 Mbit.


Erscheint mir logisch: Im Routermodus werden dank Dual Stack Light (DS-Light) die IPv4-Pakete der VPN-Verbindung vom Kabelmodem mit einer privaten IPv4-Adresse durch einen IPv4-Tunnel an bestimmte Netzwerkkompenten der UPC Cablecom geschickt. Dort verlassen die IPv4-Pakete den IPv4-Tunnel und wandern durch das IPv4-Internet (Carrier-grade NAT CGN). Damit die IPv4-Pakete in den IPv4-Tunnel im Netzwerk der UPC Cablecom passen, dürfen die IPv4-Pakete nicht grösser als 1432 Byte sein (MTU 1432), wenn das IPv6-Kabelmodem im Router-Modus betrieben wird.

Sind die IPv4-Pakete zu gross (> 1432 Byte) für den IPv4-Tunnel, so werden alle zu grossen IPv4-Pakete vom Kabelmodem aufgeteilt (fragmentiert) und als kleinere IPv4-Pakete (< 1433 Byte) auf die Reise durch den IPv4-Tunnel geschickt. Am Ende des IPv4-Tunnels, auf irgendeiner UPC Cablecom-Hardware, verlassen die IPv4-Pakete den IPv4-Tunnel und werden durch einen NAT-Router geschickt. Im NAT-Router müssen die aufgeteilten IPv4-Pakete wieder zum ursprünglichen IPv4-Paket zusammen gesetzt werden (reassembliert), bevor die IPv4-Pakete mit einer öffentlichen IPv4-Adresse ausgestattet werden und auf die lange Reise durch das Internet geschickt werden.

Dies braucht einiges an Rechenleistung im NAT-Router der Cablecom und führt unweigerlich, immer zu einer massiven, spürbaren Performance-Einbusse (hier: Maximale Datenübertragungsrate < 26 MBit/s).

Bei der Entwicklung von IPv6 hat man aus den Fehlern bei IPv4 gelernt: Das Aufteilen (Fragmentieren) von zu grossen IPv6-Paketen ist generell immer verboten.

 

TCP kennt dieses IPv4-Tunnel-Performance-Probleme nicht, da dank dem Einsatz der Maximum Segment Size (MSS) die TCP-Paketgrösse so gewählt wird, dass eine Aufteilung (Fragmentierung) der TCP-Pakete nicht notwendig ist. Zustandslose Protokolle wie UDP und ESP (IP-Protokollnummer 50) kennen keinen Mechanismus zur Feststellung der maximalen Paketgrösse.

Interessant wären IPerf3-Messungen mit UDP-Paketen auf IPv4-IPerf3-Servern und der ConnectBox im Router-Modus. Für die Messungen muss zwingend die Netzwerkkarte des Quellrechners (der Rechner, welcher die UDP-Pakete aussendet) händisch auf ein MTU < 1433 konfiguriert werden.