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Zum Schmunzeln

Es gibt auf der UPC-Seite schon Sachen, die zum Schmunzeln anregen, z.B. die unten stehende, rechtlich völlig unhaltbare Bestimmung zu den Inkassogebühren. Interessierten Community-Mitgliedern, vor allem aber dem Rechtsdienst der UPC, empfehle ich die Lektüre von Art. 208 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG). Dort steht klipp und klar, was ein Gläubiger alles geltend machen kann. Inkassogebühren gehören definitiv nicht dazu. Leider gibt es viele Kunden, die solchen Unsinn noch glauben (und in der Folge auch bezahlen).

 

Inkassogebühren

 

Beauftragt UPC einen Dritten mit dem Inkasso ausstehender Rechnungsbeträge, sind dem beigezogenen Dritten direkt Bearbeitungsgebühren zu bezahlen (JA UND ZWAR VON DER UPC, WELCHE DEN DRITTEN BEIGEZOGEN HAT). Weiter sind ihm individuelle Aufwände und Auslagen, welche für das Inkasso notwendig sind, zu entschädigen (JA, UND ZWAR VON DER UPC). Die Kosten sind betragsabhängig und werden direkt vom Inkassodienstleister verrechnet (JA, UND ZWAR DER UPC). 

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Betreff: Zum Schmunzeln

Hallo @Nike-Michael 

 

Spannend, ich finde aber unter Art. 208 Abs. 1 folgendes:

Art. 2081 Die Konkurseröffnung bewirkt gegenüber der Konkursmasse die Fälligkeit sämtlicher Schuldverpflichtungen des Schuldners mit Aus-nahme derjenigen, die durch seine Grundstücke pfandrechtlich ge-deckt sind. Der Gläubiger kann neben der Hauptforderung die Zinsen bis zum Eröffnungstage und die Betreibungskosten geltend ma-chen.370

 

Kann es sein, dass du einen anderen Artikel meinst?

 

 

Quelle:

SchKG Stand 01.01.2020

https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/18890002/202001010000/281.1.pdf 

 

 

Gruss maxell182

 

 

p.s.:

Ich gehe mal davon aus, dass die UPC eine eigene Rechtsabteilung hat, die werden schon prüfen, was sie alles dürfen und was nicht.

Ich lasse mich aber gerne eines Besserne belehren. :-)

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Betreff: Zum Schmunzeln

Nein, maxell182, ich meine genau diesen Artikel - ganz genau Satz 2. Ausserhalb des Konkursrechts (es kommt ja wegen einer offenen UPC-Rechnung nicht immer zum Konkurs), können wir uns im Falle von Unklarheiten wegen Inkassogebühren auf die Verzugsfolgen nach Schweizerischem Obligationenrecht und dabei insbesondere auf Art. 106 Abs. 1 OR stützen:

 

"Hat der Gläubiger einen grösseren Schaden erlitten, als ihm durch die Verzugszinse vergütet wird, so ist der Schuldner zum Ersatze auch dieses Schadens verpflichtet, wenn er nicht beweist, dass ihm keinerlei Verschulden zur Last falle."

 

Selbstverständlich entstehen UPC mit der Beauftragung eines Inkassobüros oder der Abtretung der Forderung an dieses Büro höhere Kosten, aber eben nicht durch das Verschulden des Kunden. 

 

Sei dir nicht so sicher wegen der Rechtsabteilung von UPC. Diese meint ja auch, es kämen teurere Aboverträge wie von Zauberhand - schwuppdiwupp - und ohne Zustimmung des Kunden zustande, wenn UPC ein altes Abo deaktiviert. So ganz nach dem Motto: Wenn Sie in meiner Garage bis Ende Monat nichts bestellen, dann haben Sie automatisch den BMW M4 GTS für CHF 200'000 gekauft! Soweit sind wir im hiesigen Vertragsrecht zum Glück noch nicht.